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Vanessa Scherer
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Yoga Nidra und Yin Yoga, Leben im Jahresrhythmus, Mütterpflege

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Startseite » Baby einschlafen ohne Schreien lassen – wie du liebevoll begleitest, ohne dich selbst zu verlieren

Baby einschlafen ohne Schreien lassen – wie du liebevoll begleitest, ohne dich selbst zu verlieren

By Vanessa | 28. Januar 2026


„Ich halte das abends nicht mehr aus.“
„Ich habe schon tagsüber Angst vor dem Abend.“
„Ich weiß nicht, was ich tun soll – ich will mein Kind nicht enttäuschen, aber ich kann selbst nicht mehr.“

Diese Sätze höre ich regelmäßig von Mamas, die alles richtig und bedürfnisorientiert machen wollen. Die sehr engagiert sind und alles für ihr Baby geben wollen – doch dabei leider sich selbst manchmal aus den Augen verlieren.

Wenn dein Baby oder Kleinkind abends nicht einschlafen kann und du dir nichts sehnlicher wünschst, als dein Kind liebevoll zu begleiten, aber dich auch nicht weiter selbst hinten anstellen möchtest, dann stehst du oft genau zwischen zwei Polen:

  • dem Wunsch, bedürfnisorientiert zu handeln
  • und der Angst, dich selbst dabei weiter völlig zu verlieren

Und genau hier entsteht der innere Konflikt, der so viele Abende schwer macht.


Bevor es losgeht: In der heutigen Zeit, in der die Menschen immer gestresster werden, habe ich eine kleine Auszeit für dich.
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    Baby einschlafen ohne Schreien lassen: warum sich das oft so unmöglich anfühlt


    Gerade Eltern, die sehr feinfühlig sind, sehr bedürfnisorientier und reflektiert handeln und alles geben – stehen oft an einem schwierigen Punkt. Sie merken, dass sie selbst nicht mehr können, dass sie die Einschlafsituation (zu) sehr belastet. Aber sie fürchten, dass es nur entweder oder gibt. Nur weiter wie bisher und selbst daran zerbrechen oder das Kind schreien lassen, in Nöte bringen, alleine lassen.

    Und das ist (zum Glück!) nicht der Fall. Es gibt einen Mittelweg, es gibt viele Werkzeug, die klar in ruhigere Abende führen können.

    Eine Sache, die man sich immer wieder klar machen darf: Einschlafen ist kein rein körperlicher Vorgang.

    Es ist ein auch ein Prozess von:

    • Loslassen
    • Trennung
    • Fallenlassen
    • Vertrauen

    Für Babys bzw. Kinder – und auch für uns Eltern.

    Gerade deshalb reagieren viele Kinder abends emotional. Sie brauchen Nähe, Sicherheit, Co-Regulation. Das ist normal und richtig.

    Gleichzeitig wird genau dieser Moment für viele Eltern zum täglichen Kraftakt. Nicht, weil sie etwas falsch machen. Sondern weil sie versuchen, alles auszuhalten, ohne ihre eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Und weil oftmals einfach die altersgerechten Werkzeuge fehlen. Eltern sind unsicher, wissen nicht, was sie wie tun sollen, wie sie auch Regulation und Bindung nutzen und sogar stärken können.

    👉 Doch bedürfnisorientiert einschlafen begleiten bedeutet nicht, dass Eltern keine Bedürfnisse haben dürfen oder diese jahrelang zurückstellen müssen.
    Ganz im Gegenteil – wer einmal die Zusammenhänge und Themen wie Co-Regulation wirklich verstanden hat, ist sich auch der Wichtigkeit der eigenen Selbstfürsorge bewusst.
    Das ist für mich auch immer wieder ein toller Moment, wenn ich sehe, wie Eltern dies realisieren und sich wieder priorisieren und gleichzeitig auch ihr Kind besser unterstützen können.


    Der große Irrtum: Bedürfnisorientierung heißt, sich selbst zurückzustellen


    Viele Eltern haben unbewusst gelernt:
    „Wenn ich mein Kind wirklich bedürfnisorientiert begleite, muss ich meine eigenen Grenzen hinten anstellen.“

    Doch genau das führt in die Erschöpfung. Und diese Erschöpfung ist ganz oft Teil des Problems. Eltern werden müde, verunsichert, resignieren teilweise und ungewollt kann das Teil der Abwärtsspirale werden.

    Deshalb ist mir immer wichtig klarzustellen, was Bedürfnisorientierung heißt:

    • Bedürfnisse wahrnehmen
    • Bedürfnisse ernst nehmen
    • Bedürfnisse begleiten

    Und zwar ALLE Bedürfnisse – also auch deine.

    Wenn du nachmittags innerlich schon zusammenzuckst, weil bald die Sonne untergeht, dann ist das kein Zeichen von mangelnder Geduld. Es ist ein Zeichen dafür, dass du zu lange über deine eigenen Kapazitäten gegangen bist.

    Und das spürt dein Kind und wird weiter verunsichert. Und wer kann sich schon gut in den Schlaf fallen lassen, wenn er die Unsicherheit seiner wichtigsten Personen spürt.


    Warum Selbstaufgabe niemandem hilft – auch deinem Kind nicht


    Wenn Eltern dauerhaft über ihre Grenzen gehen, passiert etwas Entscheidendes:

    • Nähe fühlt sich schwer an
    • Begleitung wird innerlich ambivalent
    • die Geduld und Feinfühligkeit nehmen ab

    Und Kinder spüren genau das. Auch wenn du versuchst nach Außen ruhig zu wirken. Wenn du innerlich in Aufruhr bist, dann spürt dein Kind das und kann mit dieser Ambivalenz nur schwer umgehen.

    Kinder spüren, wenn Nähe nicht mehr aus freier Kapazität kommt, sondern aus Pflichtgefühl. Und genau das macht Einschlafen oft noch schwieriger.

    Deshalb denke immer daran:

    👉 Du kannst nur geben, was du selbst hast.
    👉 Und du darfst entscheiden, was du leisten kannst – und was nicht (mehr).

    Das ist kein Liebesentzug, sondern Verantwortung. Und mit dem richtigen Wissen kannst du Veränderung bindungs- und bedürfnisorientiert gestalten und deinem Kind dabei noch näher kommen.


    Der häufige Zwiespalt


    Viele Eltern glauben leider, sie müssten sich entscheiden:

    • entweder Nähe
    • oder Veränderung

    Doch das ist ein falscher Gegensatz, der leider auch noch oft auf Social Media und Co. genährt wird. Gerade beim Thema Schlaf gibt es meist nur die zwei extremen Lager von „du solltest gar nichts verändern“ und „Schlaftrainig hilft“.

    Mir ist daher immer wieder wichtig zu betonen, dass das einfach so nicht ist. Das Thema Schlaf ist komplex und sollte daher auch so ganzheitlich wie möglich betrachtet werden. Und so ist es auch absolut möglich sanfte Veränderungen so zu gestalten, dass sie für alle passen und auch die Eltern wieder durchatmen können.

    Kinder brauchen vor allem auch:

    • emotionale Sicherheit
    • Verlässlichkeit
    • Orientierung

    Und genau das entsteht, wenn Eltern klar, präsent und innerlich stimmig begleiten anstatt weiter zu leiden und die Zähne zusammen zu beißen.


    Was Eltern wirklich hilft, wenn sie nicht mehr können


    Die leider oft genannten Extreme helfen leider nicht. Es braucht Verständnis, Wissen und Klarheit. Und Sicherheit, die man ausstrahlen und somit sein Kind ideal begleiten kann.

    Drei super Tipps, mit denen du direkt starten kannst und die sich auch auf die Einschlafsituation auswirken können:

    • achte auf die Grundlagen: altersgerechte Wachphasen, Strukturen am Tag, klare Routinen – vor allem beim Einschlafen
    • sprich mit deinem Kind (und auch schon mit deinem Baby!) – Veränderung fällt leichter, wenn dein Kind weiß, was passieren wird
    • fokussiere dich nicht nur auf den Einschlafprozess: Nähe, Bindung, Kuscheleinheiten – ab einem gewissen Alter auch Autonomie – all das sollte den ganzen Tag über berücksichtigt und gefördert werden

    Was also hilft, ist:

    • zu verstehen, warum Einschlafen gerade so schwierig ist
    • Einschlafassoziationen klar einzuordnen und falls sie belasten zu lösen
    • zu wissen, was veränderbar ist – und was nicht
    • einen sanften, realistischen Fahrplan und altersgerechte Werkzeuge zu haben

    Genau das vermittle ich auch in meinem Programm „Schlafklar Einschlafen ohne Drama“.


    Fazit: Bedürfnisorientierung heißt nicht Selbstaufgabe und Veränderung heißt nicht schreienlassen


    Wenn du dein Baby oder Kleinkind beim Einschlafen begleiten möchtest, ohne Schreien lassen und ohne dich weiter selbst durch zu quälen, dann darfst du einen Weg gehen, der für euch beide tragbar ist.

    Du musst dich nicht aufopfern, um liebevoll zu sein.
    Du darfst Grenzen setzen – und trotzdem liebevoll begleiten.

    Einschlafen darf sich verändern.
    Liebevoll, bindungsorientiert, zu euch passend und ohne Drama.



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