Der Sommer ist schön. Und er bringt den Schlaf durcheinander.
Diesen Sommer haben wir bereits eine extreme Hitzewelle erlebt und die nächste ist nicht weit. Wenn dein Baby schlecht schläft im Sommer, bist du nicht allein damit.
Das Kind schläft plötzlich schlechter ein. Wacht früher auf. Der Mittagsschlaf fällt kürzer aus. Und du fragst dich: Was ist gerade los?
Die Antwort ist meistens einfach. Licht. Und Temperatur. Zwei Faktoren, die den Schlaf deines Kindes direkt beeinflussen. Die sich mit dem richtigen Wissen gut steuern lassen – auch wenn es in echten Hitzewellen Grenzen gibt.

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Wenn du verstehen möchtest, warum der Alltag mit Baby oder Kleinkind so zehrend sein kann und was sich verändern kann, wenn der Rahmen wieder da ist – ich habe dazu ein kurzes Video und ein kleines PDF kostenlos für dich.
Warum Babys im Sommer schlechter schlafen
Schlaf wird über Melatonin gesteuert – das Hormon, das den Körper auf Schlaf vorbereitet. Melatonin wird abhängig vom Licht produziert. Dunkelheit sagt dem Körper: Schlafenszeit. Licht sagt: wach bleiben.
Bei kleinen Kindern ist dieses System noch nicht so stabil wie bei uns. Ihre innere Uhr ist noch in Entwicklung, und sie reagiert besonders sensibel auf Lichtsignale. Wenn es bis 21 Uhr noch taghell ist, kommt ein Baby oder Kleinkind kaum zur Ruhe. Das Gehirn bekommt schlicht nicht das Signal, das es für den Schlaf bräuchte. Das Melatonin bleibt aus. Das Einschlafen zieht sich.
Der wichtigste Hebel: echte Dunkelheit
Der wichtigste Punkt wäre eigentlich einfach: Verdunkle das Schlafzimmer wirklich.
Nicht Halbdunkel. Nicht „die Vorhänge sind schon recht dunkel“. Sondern so dunkel, dass man kaum noch die eigene Hand vor Augen sieht.
Verdunkelungsrollos oder -vorhänge mit Seitenbefestigung sind hier die verlässlichste Lösung, damit an den Rändern kein Licht eindringt. Für unterwegs gibt es tragbare Verdunkelungsrollos mit Saugnäpfen.
Ein dunkles Zimmer gibt dem Gehirn deines Kindes das Signal, das es braucht: Jetzt ist Nacht. Unabhängig davon, was draußen passiert.
Wenn Dunkelheit auf Hitze trifft
Der zweite wichtige Punkt ist die Temperatur. Und der beißt sich in echten Hitzephasen mit der Verdunkelung.
Tagsüber ist die Sache klar: Wer eine Möglichkeit hat, von außen abzuschatten – Rollläden, Läden, eine helle Folie am Fenster – verhindert, dass sich das Zimmer tagsüber überhaupt erst aufheizt. Das ist das A und O. Trotzdem heizen sich in den meisten Häusern irgendwann die Wände selbst auf und geben die Wärme dann konstant weiter, ganz unabhängig von der Abschattung.
Bei 30, 35 Grad und mehr hilft auch die beste Abschattung nicht mehr. Dann steht ihr vor der Wahl: Fenster zu und es wird noch heißer oder Fenster auf und es bleibt hell. Ich will da ehrlich sein. In diesen Nächten hat Temperatur Vorrang vor perfekter Dunkelheit.
Ein Klimagerät im Kinderzimmer ist in solchen Phasen kein Luxus, sondern oft eine echte Notwendigkeit. Aktuell ist es schwer, überhaupt eins zu bekommen – wer aber wirklich sucht und auch den Gebrauchtmarkt im Blick hat, findet meistens doch noch etwas. Wir haben unseres über Kleinanzeigen zu einem fairen Preis gefunden, und es war eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre. Auch ein Ventilator hilft, solange er nicht direkt auf das Kind gerichtet ist, sondern die Luft im Raum indirekt bewegt.
Wenn es in einer Hitzewelle wirklich nicht mehr geht, können auch ein paar Nächte woanders helfen – im Keller, bei Verwandten, in einem klimatisierten Hotel. Wir waren in der letzten Hitzewelle für ein paar Nächte im Hotel, weil es bei uns zuhause gesundheitsgefährdend wurde. Es war die richtige Entscheidung. Ein kühler, sicherer Schlafplatz gehört genauso zur Fürsorge wie Nähe – und in solchen Extremsituationen darf er Vorrang haben.
Unabhängig von akuten Hitzewellen gilt noch ein dritter Punkt: der Rhythmus. Gerade weil im Sommer so vieles anders ist, braucht dein Kind die immer gleiche Abendroutine noch mehr. Sie ist der Anker, wenn draußen alles ungewohnt ist.
Was das mit dir als Mutter macht
Wenn ein Kind schlecht schläft, schläft meistens die ganze Familie schlecht. Und in der Mütterpflege sehe ich das immer wieder: Der Fokus liegt komplett auf dem Kind – wie schläft es, was braucht es. Die Mutter bleibt dabei oft außen vor.
Ich hatte keine familiäre Unterstützung und stand damals oft alleine da. Ich weiß, wie sich das anfühlt. Deshalb sage ich das hier ganz bewusst: Guck auch nach dir. Schau, dass deine Akkus irgendwie am Laufen bleiben, dass du selbst zur Ruhe kommst. Der normale Alltag, der Haushalt, darf in solchen Wochen ruhen. Das ist erlaubt.
Der Sommer im großen Rhythmus des Jahres
Es gibt noch eine andere Perspektive, die ich mag. Der Sommer bringt die längsten, hellsten Tage des Jahres – gerade um die Sommersonnwende herum. Die Natur ist in dieser Zeit in ihrer höchsten Aktivität. Wachstum, Licht, Fülle.
Kein Wunder, dass unsere Kinder und wir selbst in dieser Zeit schwerer zur Ruhe kommen. Ein Gedanke hilft mir dabei, das einzuordnen: Nicht jede Jahreszeit ist für Ruhe gemacht. Es gibt Zeiten für Aktivität und Zeiten für Rückzug, und der Sommer gehört klar zur ersten Sorte. Wenn draußen alles auf Fülle steht, ist es keine Schwäche, wenn drinnen bewusst Gegengewicht nötig wird und wir aktiv für Ruhe und Rückzug sorgen, damit es nicht zu viel wird.
Fazit: Es gibt nicht die eine Lösung, aber Wissen hilft
Ich würde dir gern sagen: Mach diese drei Dinge, und der Sommer wird für den Schlaf kein Thema mehr sein. Das wäre nicht ehrlich. Jedes Kind ist anders, jede Wohnung ist anders, und manche Nächte bleiben schwer – trotz allem, was man richtig macht.
Was ich mitgeben kann: Licht, Temperatur und Rhythmus sind die drei Hebel, die am meisten verändern. Und wenn die Sommer in den nächsten Jahren heißer werden, wie es gerade aussieht, wird dieses Wissen nicht weniger wichtig.
Ich glaube, es lohnt sich, in Wissen zu investieren, nicht nur in Technik gegen die Hitze. Wer versteht, warum sein Kind schlecht schläft, bleibt handlungsfähig, auch wenn die Nacht trotzdem mal schwierig wird.
Und was uns dieses Jahr klarwerden sollte: wie wichtig es ist, dass wir laut werden. Dass wir unsere Gewohnheiten überdenken, Klimaschutz unterstützen, wo wir können, für eine gute Zukunft unserer Kinder. Wir spüren die Folgen dieses Jahr ganz direkt, und ich finde, das darf uns auch aktiv werden lassen.
Es gibt eine Zeit nach dem Wochenbett, über die kaum jemand spricht. Wenn der Alltag längst begonnen hat, aber sich noch nichts wirklich eingespielt hat. Wenn alle fragen, wie es dem Kind geht und niemand mehr fragt, wie es dir geht. Die Tage sich ziehen wie Kaugummi und sich alles gleich und zäh, aber gleichzeitig auch überfordernd anfühlt.
Wenn du das kennst und verstehen möchtest, warum sich diese Zeit so anfühlt wie sie sich anfühlt – ich habe ein kurzes Video aufgenommen, in dem ich genau das einordne. Dazu ein kleines PDF mit zwei konkreten Impulsen für deinen Alltag: einem für deinen Körper, einem für die Natur.
Trag dich ein und ich schicke dir beides direkt zu.




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