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Startseite » Ätherische Öle im Mama-Alltag – was sie sind, wie sie wirken und wie du sie sicher anwendest

Ätherische Öle im Mama-Alltag – was sie sind, wie sie wirken und wie du sie sicher anwendest

By Vanessa | 7. Januar 2025


Die Natur in konzentrierter Form – und warum sie in den Mama-Alltag gehört


Ätherische Öle im Wochenbett und im Mama-Alltag – ein paar Tropfen Lavendel im Diffuser nur für dich, wenn das Baby endlich schläft. Orangenöl auf den Handgelenken nach einem langen Tag. Melisse im Wochenbett, wenn alles gerade zu viel ist.

Ätherische Öle sind für mich kein Trend und kein Wellness-Extra. Sie sind ein kleines, alltägliches Werkzeug – um das Nervensystem zu beruhigen, sich mit der Natur zu verbinden oder einfach kurz bei sich anzukommen. Gerade in den ersten Jahren mit Kind, wo die eigene Selbstfürsorge oft auf ein Minimum schrumpft, können sie genau das sein: ein Moment nur für dich. Klein, wirksam, ohne großen Aufwand.

Aber was sind sie eigentlich – und wie wendet man sie sicher an, wenn man ein Baby oder Kleinkind zu Hause hat?


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    Was ätherische Öle sind und warum sie in den Mama-Alltag gehören


    Ätherische Öle sind konzentrierte Pflanzenextrakte, gewonnen durch Destillation oder Kaltpressung. Sie enthalten die Essenz der Pflanze – ihre Duftstoffe, ihre natürliche Wirkung, ihre Kraft.

    Innerhalb einer Pflanze machen sie nur einen kleinen Teil aus – sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die für das Überleben der Pflanze nicht zwingend notwendig sind, aber wichtige Aufgaben erfüllen: als Insektenlockmittel, als Fraßschutz, als Kommunikationsmittel zwischen Pflanzen.

    Für uns Menschen haben sie ein breites Wirkspektrum: beruhigend, stimmungsaufhellend, entzündungshemmend, schleimlösend, antibakteriell, uvm. Von Lavendel über Orange bis Rosmarin – jedes Öl hat seine eigene Qualität und seinen eigenen Einsatzbereich.


    Wie sie wirken und warum das gerade für Mamas relevant ist


    Ätherische Öle wirken vor allem über zwei Wege:

    Über den Geruchssinn:
    Wenn du einen Duft wahrnimmst, stimuliert er direkt das limbische System – den Teil des Gehirns, der für Emotionen, Gedächtnis und Stimmung zuständig ist. Das erklärt, warum ein bestimmter Duft sofort etwas in dir auslösen kann: Ruhe, Geborgenheit, Energie. Diesen Weg kannst du ganz bewusst nutzen – um dein Nervensystem zu regulieren, den Abend einzuleiten oder dich aus einem erschöpften Moment herauszuholen.

    Über die Haut:
    Die Moleküle ätherischer Öle sind klein genug, um durch die Haut einzudringen und dort zu wirken. Deshalb werden sie verdünnt in Trägeröl auf die Haut aufgetragen – zum Beispiel auf Handgelenke, Fußsohlen oder den Brustkorb.
    Als Trägeröl nutze ich am liebsten hochwertiges Bio-Mandelöl, aber auch Bio-Jojobaöl mag ich sehr gerne und es hat wunderbar pflegende Eigenschaften.

    Für alle, die es einfach haben wollen, eignen sich besonders fertige Roll-ons, die man sich einfach zwischendurch kurz auf z.B. das Handgelenk geben kann.
    Meine absoluten Essentials im Mamaalltag sind hier “Lebensfreude” mit Orange, Limette, Bergamotte und Zedernholz – hiermit schaffe ich jedes kurze Tagestief und bekomme wirklich sofort gute Laune.
    Und für den Abend oder kurze Ruhepause zwischendurch nutze ich “Ruhezeit” mit Lavendel und Zirbe. Eine unschlagbare Mischung für kleine Entspannungsmomente.
    Bei Erkältungen habe ich immer “Frischemoment” dabei, der kraftvoll mit Eukalyptus, Rosmarin, Pfefferminze und Zitrone unterstützt. Hier ist aber nochmal besondere Vorsicht geboten, da Eukalyptus für Babys und Kleinkinder absolut nicht geeignet ist.

    Beide Wege zusammen machen sie zu einem einfachen aber wirkungsvollen Begleiter im Alltag.

    Innerlich eingenommen:
    Neben den o.g. gängigen Möglichkeiten gibt es als Nummer drei noch die innerliche Aufnahme. Bei jeder Mahlzeit, die wir mit Kräutern wie Majoran, Thymian oder Oregano würzen, nehmen wir automatisch auch ätherische Öle auf. Auch gibt es natürlich die Möglichkeit, diese in konzentrierter Form einzunehmen. Dies ist eine wundervolle Anwendungsmöglichkeit, es sollten jedoch einerseits nur Öle eingenommen werden, die auch in Lebensmittelqualität sind und auch dies nur mit Vorsicht, entsprechender Dosierung und nie unverdünnt.
    Für Schwangere, Stillende etc. ist dies nicht passend und grundsätzlich nur mit entsprechenden Kenntnissen, da ätherische Öle sehr konzentriert und kraftvoll sind. Hier kannst du dir einen Aromatherapeuten oder eine Aromatherapeutin in deiner Nähe suchen oder auch einige Bücher bieten hier tiefes Wissen. Für mich ein absolutes Standardwerk mit unglaublich großem Wissensschatz ist “Praxis der Aromatherapie”, das ich wirklich sehr empfehlen kann.

    Wichtig zu wissen: Es gibt es einige Öle, die gar nicht eingenommen werden dürfen, interessante Informationen findet man zum Beispiel auch in diesem Artikel.


    Drei Bereiche für ätherische Öle im Mama-Alltag


    Kurz gesagt: grundsätzlich, ja!

    Abendritual & Schlaf
    Das Nervensystem braucht klare Signale, um in den Schlafmodus zu wechseln – das gilt für dein Kind genauso wie für dich. Ein gleichbleibender Duft am Abend kann genau dieses Signal werden. Ich kannst dafür besonders Lavendel im Diffuser nutzen – nicht als Einschlafhilfe im klinischen Sinn, sondern als sinnliches Zeichen: Jetzt wird es ruhig. Jetzt ist Nacht.

    Stimmung & Nervensystem bei dir als Mama
    Erschöpfung, Reizbarkeit, das Gefühl, kurz vor dem Überkochen zu sein – das kennt fast jede Mutter. Ätherische Öle können hier keine Wunder wirken, aber sie können einen kleinen Anker setzen. Lavendel beruhigt. Bergamotte hebt die Stimmung. Rosmarin bringt Klarheit, wenn der Kopf voll ist. Einen Tropfen auf die Handgelenke, kurz einatmen – das klingt klein und ist es auch. Aber manchmal reicht genau das.

    Wochenbett & Erholung
    Das Wochenbett ist eine Zeit der Stille, der Heilung, des Ankommens. Ätherische Öle können diese Zeit sanft begleiten: Rosenöl oder Rosengeranie für Wärme und emotionale Geborgenheit, Lavendel für Ruhe und Regeneration, Weihrauch für Erdung, wenn alles gerade überwältigend ist. Immer verdünnt, immer sanft dosiert – und immer mit Abstand zum Baby.


    Wichtig: Diese Öle sind für dich, nicht für dein Baby


    Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer. Deshalb sage ich es ganz klar: Ätherische Öle sind ausschließlich für die Anwendung bei Mama! Nicht für Babys, nicht für Kleinkinder unter drei Jahren – und auch nicht in deren unmittelbarer Umgebung ohne Bedacht.

    Das bedeutet konkret: Wenn du Öle auf der Haut trägst und dein Baby stillst oder es eng bei dir trägst, achte darauf, wo du sie aufgetragen hast. Handgelenke oder Dekolleté sind dann ungünstig – besser sind Fußsohlen oder der untere Rücken.
    Auch hier gilt: informiere die im Zweifelsfall bei Aromatherapeut/in oder in entsprechender Fachliteratur wie “Praxis der Aromatherapie”

    Diffuser im gemeinsamen Schlafzimmer oder im Babyzimmer würde ich persönlich grundsätzlich nicht empfehlen. Wenn du diffusieren möchtest, tu das in einem Raum ohne Baby, lüfte danach gut durch.

    Qualität ist dabei genauso wichtig wie Vorsicht: Nur Öle in Bioqualität, ohne synthetische Zusätze, von vertrauenswürdigen Quellen.


    Richtige Anwendung auf der Haut


    Ätherische Öle sollten nie unverdünnt auf die Haut auftragen werden.
    Immer in einem Trägeröl verdünnen, zum Beispiel Mandelöl oder Jojobaöl.

    Qualität ist entscheidend. Ich selbst nutze auch hier ausschließlich Öle in Bioqualität von vertrauenswürdigen Quellen – ohne synthetische Zusätze, ohne Streckmittel.

    Wenn du unsicher bist, frage generell deine Hebamme, Heilpraktiker/in oder Aromatherapeut/in – gerade im Wochenbett und mit Baby.


    Fazit: Klein im Aufwand, groß in der Wirkung


    Ätherische Öle sind kein Wundermittel. Aber sie sind ein wunderbares Werkzeug – um kleine Momente bewusst zu gestalten, das Nervensystem zu unterstützen, sich ganz einfach mit der Kraft der Natur zu verbinden und sich selbst als Mutter nicht ganz aus den Augen zu verlieren.

    Der Schlüssel liegt wie so oft im Weniger-ist-mehr: ein Öl, ein Moment, ein bewusstes Einatmen. Das reicht oft schon.


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      Disclaimer:
      Dieser Artikel dient als Anregung und zur Unterhaltung. Die Inhalte stellen keine Empfehlung oder/und keinen (medizinischen) Rat dar und können niemals bei körperlichen oder sonstigen Beschwerden einen Arztbesuch ersetzen. Es wird keine Haftung übernommen.

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