Der April war einer dieser Monate, bei dem ich am Ende nicht genau sagen kann, wo die Zeit geblieben ist – und trotzdem das Gefühl habe, dass viel passiert ist. Nicht im großen Sinne, aber im richtigen.
Hier ist mein April.

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Draußen
Der April macht, was er will – das weiß man ja. Bei uns war er diesmal überwiegend freundlich. Der April bringt dieses Grün zurück, das ich jedes Jahr aufs Neue kaum fassen kann. Ich bin jedes Mal dankbar, dass ich es wieder erleben darf – wie die Energie einfach zurückkommt, draußen und irgendwie auch in einem selbst.
Was mich gedanklich begleitet hat: Beltane. Das keltische Fest, das die Schwelle zwischen Frühling und Sommer markiert, wird Ende April/Anfang Mai gefeiert – aber seine Energie spürt man schon im April. Die Tage werden länger, die Nächte milder, die Energie draußen merklich anders. Nicht mehr das zarte Aufkeimen des März, sondern etwas, das sich richtig entfalten will. Wer möchte, kann das bewusst wahrnehmen – und ich merke jedes Jahr wieder, wie gut es mir tut.
→ Was Beltane bedeutet und wie ich es „feiere“ – hier nachlesen





Zuhause
Der April hatte eine kleine Besonderheit: Ich war in der Zeitung. Ein Artikel über Mütterpflege – über das, was ich tue, warum es wichtig ist und wie wenig viele Familien darüber wissen. Ich habe diesen Moment sehr bewusst genossen, nicht weil mir Öffentlichkeit besonders viel bedeutet, sondern weil mir das Thema so viel bedeutet.
Mütterpflege ist in Deutschland noch immer viel zu unbekannt – und genau deshalb freue ich mich, wenn sich das ändert.
→ Was Mütterpflege ist und was die Krankenkasse übernimmt – hier nachlesen
Auch haben wir Ostern gefeiert – mit allem was dazugehört. Eier färben, draußen sein, ein tolles Osterlamm aus Hefeteig, insgesamt gutes Essen und nette Gesellschaft. Einer dieser Momente, in denen man merkt, dass das Jahr seine eigenen Rhythmen hat – ob man sie bewusst begleitet oder nicht.
Und dann war da noch meine Gesundheit. Ich habe diesen Monat bewusst viel dafür getan – auch wenn es nicht immer leicht war und der Monat seine eigenen Herausforderungen mitgebracht hat. Konkret habe ich eine Ausbildung in Faszienarbeit abgeschlossen, etwas das mich schon lange interessiert hat und das ich jetzt wirklich tief verstehe. Die gesundheitlichen Herausforderungen haben mir den letzten Stups gegeben, mich wirklich intensiv mit diesem Thema zu befassen – wie so oft im Leben hat alles was passiert, einen Sinn. Auch wenn wir ihn manchmal nicht direkt verstehen… Und als jemand, der seit 2011 Yoga praktiziert, war das wie Puzzleteile, die plötzlich zusammenpassen. Da ich in meiner Arbeit auch viel über Nervensystem und Körper arbeite, macht das so unglaublich viel Sinn und bin sehr erfüllt, diese bereichernde Ausbildung gemacht zu haben und auch bald mehr hiervon einfließen lassen zu können.
Was mir in den Osterferien noch richtig gut getan hat: ein Filzkurs mit meiner Tochter. Etwas vollkommen anderes – Hände in der Wolle, kein Bildschirm, kein To-do im Kopf. Ich liebe solche Momente, weil ich dabei wirklich abtauchen kann und gleichzeitig etwas Schönes entsteht. Und diese ruhige, verbindende Zeit mit ihr war genau das, was wir beide gebraucht haben.



Gerade auf dem Nachttisch
Diesen Monat hat mich „Wilder Honig“ von Caryl Lewis begleitet – und ich bin noch nicht ganz darüber hinweg.

Ein Obstgarten in Wales. Drei Frauen. Elf Briefe. Das klingt nach ruhiger Lektüre – und das ist es auch, aber auf eine Art, die unter die Haut geht. Es ist die Geschichte von Hannah, die nach dem Tod ihres Mannes zum ersten Mal wirklich allein ist und dabei entdeckt, dass sie ihn vielleicht nie so kannte wie gedacht. Und von zwei anderen Frauen, die in dieser Stille landen – jede mit ihrer eigenen Geschichte, ihrer eigenen Art, verloren gegangen zu sein.
Was mich an diesem Buch so bewegt hat: Es handelt von Frauen, die sich selbst wiederfinden. Nicht dramatisch, nicht laut. Sondern ganz langsam, eingebettet in die Jahreszeiten, in die Arbeit im Garten, in das Summen der Bienen. Die Natur ist hier keine Kulisse – sie ist Teil der Geschichte.
Ich kann nicht versprechen, dass alle gleich begeistert sind wie ich. Wer schnelle Wendungen sucht, wird hier nicht fündig. Aber wer sich auf Stille einlassen kann – auf eine Geschichte, die entschleunigt und trotzdem nachwirkt – dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

Ein Gedanke
Dieser Monat hat mir gezeigt, wie viel Energie man findet, wenn man sich selbst nicht zuletzt setzt.
Ich habe in meiner eigenen Körperarbeit investiert, habe die Zeit vor Beltane bewusst als Übergang wahrgenommen, habe Ostern wirklich gefeiert statt nur abgehakt. Und das klingt vielleicht nach Selbstverständlichkeit – ist es aber nicht, wenn man Mutter ist, selbständig ist und ständig das Gefühl hat, die eigene Liste müsste noch ein bisschen länger sein.
Die keltischen Jahreskreisfeste faszinieren mich auch deshalb, weil sie genau das einladen: innezuhalten. Nicht aus Pflicht, sondern weil die Natur gerade an einem Punkt ist, der das anbietet. Beltane ist die Einladung, mit Energie in den Sommer zu starten – bewusst, nicht gehetzt.
Wie war dein April? Und was nimmst du dir für den Mai mit?




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