Die Frage, ob man den Mittagsschlaf weglassen sollte oder auch, ob man bei mehreren Tagschläfchen reduzieren sollte, kommt selten aus dem Nichts.
Meist entsteht sie in einer Phase, in der sich der Alltag zäh anfühlt: Das Einschlafen dauert ewig, der Abend wird immer später, dein Kind ist früh wach – und du selbst läufst längst auf Reserve.
Viele Eltern fragen sich dann, ob ihr Kind tagsüber vielleicht zu viel schläft. Oder ob genau das der Grund ist, warum die Nächte so unruhig sind. Gerade wenn du bedürfnis- und bindungsorientiert begleiten möchtest, entsteht hier schnell ein innerer Konflikt zwischen dem Wunsch, alles richtig zu machen und dem Bedürfnis nach mehr Stabilität und Energie für euch alle.
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Warum es in den ersten Monaten keinen festen Tagschlaf gibt
In den ersten Lebensmonaten ist Schlaf noch kein planbares Konstrukt. Dein Baby schläft unregelmäßig und es zeigt sich meist noch kein klares Muster. Und genau das ist völlig normal.
Struktur entsteht hier nicht durch äußere Vorgaben, sondern durch Reifung. Der Körper deines Babys lernt erst nach und nach, zwischen Wachsein und Schlaf zu unterscheiden. Deshalb ist es in dieser Phase weder sinnvoll noch hilfreich, irgend etwas verändern oder „verbessern“ zu wollen.
Ab etwa dem fünften Monat: Wenn sich langsam Orientierung zeigt
Viele Babys entwickeln rund um den fünften Monat eine erste, zarte Tagesstruktur. Dies ist die Zeit der 4-Monatsregression und hier verändert sich beim Thema Schlaf quasi alles. Irgendwann um diese Zeit pendelt sich dann langsam ein Rhythmus mit drei Tagschläfchen ein. Für viele Eltern fühlt sich das wie ein kleiner Wendepunkt an, weil der Tag berechenbarer wird und sich erstmals so etwas wie Alltag einstellt.
Diese Phase ist jedoch nicht von Dauer. Sie hält meist bis etwa zum siebten Monat an und geht dann fließend in den nächsten Entwicklungsschritt über.
Der Übergang von drei auf zwei Tagschläfchen
Zwischen dem sechsten und achten Monat geraten viele Familien erneut ins Straucheln. Der dritte Tagschlaf rutscht immer weiter nach hinten, kollidiert zunehmend mit der abendlichen Schlafenszeit, und das Einschlafen wird mühsam – tagsüber wie abends.
Gleichzeitig verlängern sich die Wachphasen, der Tagschlaf wird teilweise unruhiger, und dein Baby ist morgens oft sehr früh wach. All das sind typische Zeichen dafür, dass sich der Schlafbedarf gerade wieder verändert. Entscheidend ist in dieser Phase nicht, möglichst schnell einen Schlaf zu streichen, sondern die Zeiten dazwischen – die Wachphasen – altersgerecht anzupassen.
Warum Wachphasen die Grundlage für guten Schlaf sind
Gerade in Übergangsphasen versuchen Eltern oft beim Schlaf verändern zu wollen. Dabei liegt der Schlüssel meist davor. Wachphasen bestimmen maßgeblich, ob dein Kind entspannt in den Schlaf finden kann oder innerlich noch im „Aktivmodus“ steckt.
Zu kurze Wachphasen können genauso herausfordernd sein wie zu lange. Besonders in Phasen, in denen Eltern überlegen, ob sie den Mittagsschlaf weglassen sollten, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Basis.
👉 Hier findest du eine ausführliche Informationen dazu:
Altersgerechte Wachphasen verstehen und Altersgerechte Wachphasen Tabellen
Von zwei auf einen Tagschlaf: Ein Übergang mit vielen Fragezeichen
Zwischen etwa 14 und 17 Monaten verändert sich der Tagschlaf erneut. Der zweite Schlaf wird oft immer später, manchmal verweigert, und das Einschlafen am Tag fällt vielen Kindern plötzlich schwer. Gleichzeitig wird der Abend meist unruhiger, und dein Kind ist morgens früh wach. Wenn sich dies immer deutlicher zeigt kann es Zeit für den Wechsel auf nur noch einen Mittagsschlaf sein.
Diese Phase fühlt sich für viele Eltern besonders verunsichernd an. Häufig befinden sich Kinder hier in einer Zwischenphase, in der ihr Schlafbedürfnis schwankt und noch Zeit braucht, um sich neu zu sortieren.
Mittagsschlaf weglassen – oft viel später sinnvoll als gedacht
Ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: Viele Kinder lassen den Mittagsschlaf deutlich später los, als es oft angenommen wird.
In den meisten Fällen ist das erst rund um den dritten Geburtstag oder sogar darüber hinaus wirklich stimmig.
Wird der Mittagsschlaf zu früh gestrichen, weil man Zeichen falsch deutet oder es besser in den Alltag (z.B. mit Kita) passt, zeigen sich die Folgen häufig schleichend. Der Nachmittag wird anstrengend, die emotionale Regulation fällt schwerer und die Abende ziehen sich. Auch frühes Aufwachen kann ein Zeichen dafür sein, dass insgesamt zu wenig geschlafen wird.
Warum Flexibilität so wichtig ist
Schlaf muss nicht immer entweder ganz stattfinden oder ganz wegfallen. Gerade im Übergang kann ein kurzer Powernap eine enorme Entlastung sein. Ein kurzes Einschlafen im Auto, der Trage oder im Kinderwagen reicht oft schon aus, um den Nachmittag gut zu bewältigen.
Ein guter Autositz mit Liegefunktion oder eine ergonomische Trage kann solche kurzen Erholungsschläfchen enorm erleichtern – gerade für Kinder, die sich gegen einen klassischen Mittagsschlaf im Bett wehren.
Wenn Wissen allein nicht mehr reicht
Viele Mamas wissen viel über Schlaf – und fühlen sich trotzdem erschöpft und unsicher. Zusammenhänge sind unklar, Bausteine fehlen und die Unsicherheit, ob man etwas falsch macht bleibt. Das liegt nicht an dir, sondern daran, dass Schlafentwicklung nicht linear verläuft und sich nicht mit einzelnen Tipps „lösen“ lässt.
Im Schlafklar Komplett Basispaket von 5–36 Monaten geht es genau darum, diese Zusammenhänge zu verstehen und Übergänge sicher einordnen zu können. Mit Klarheit, Orientierung sowie sanften und bindungsorientierten Strategien, die zu deinem Kind und euren Werten passen.
Fazit: Den Mittagsschlaf weglassen ist keine schnelle Entscheidung
Die Frage, ob du den Mittagsschlaf weglassen oder Tagschlaf reduzieren solltest, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie braucht Beobachtung, Wissen über Entwicklung und vor allem Zeit. Wenn du die oben genannten Anzeichen bei deinem Kind bemerkst und es sich in den genannten Zeitspannen befindet, kann es also an der Zeit für eine Anpassung sein.
Du darfst darauf vertrauen, dass dein Kind dir zeigt, was es braucht – und gleichzeitig darfst du dir Unterstützung holen, um diese Signale sicher zu deuten. Beides gehört zusammen.
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